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Calcium und die Blutgerinnung — Hintergründe und Wissenswertes

Dieser Leitfaden fasst zusammen, was über die Rolle von Calcium bei der normalen Blutgerinnung bekannt ist — basierend auf der EU-weit zugelassenen gesundheitsbezogenen Angabe.

Aufbau dieses Leitfadens

  1. Was ist Calcium?
  2. Die zugelassene Angabe im Wortlaut
  3. Blutgerinnung: ein natürlicher Vorgang
  4. Calciumquellen in der Ernährung
  5. Häufige Fragen

1. Was ist Calcium?

Calcium ist ein chemisches Element (Ordnungszahl 20) und gehört zur Gruppe der Erdalkalimetalle. Im menschlichen Körper ist es mengemäßig der am stärksten vertretene Mineralstoff. Der größte Teil des körpereigenen Calciums befindet sich in Knochen und Zähnen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in ihren wissenschaftlichen Gutachten verschiedene Funktionen von Calcium bewertet. Für bestimmte Aussagen wurde eine positive Bewertung ausgesprochen, die in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 als zugelassene gesundheitsbezogene Angaben festgehalten sind.

Hinweis zur Einordnung

Die hier wiedergegebenen Informationen beziehen sich auf Calcium als Nährstoff. Es handelt sich nicht um Aussagen zu bestimmten Produkten oder Nahrungsergänzungsmitteln.

2. Die zugelassene Angabe im Wortlaut

Die EU-Verordnung 432/2012 listet die folgenden zugelassenen Angaben auf, die unter bestimmten Bedingungen auf Lebensmitteln verwendet werden dürfen. Im Kontext dieses Leitfadens ist folgende Angabe relevant:

„Calcium trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei.“
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Diese Angabe ist wissenschaftlich bewertet und bezieht sich auf die Funktion von Calcium im Rahmen der physiologischen Blutgerinnung. Lebensmittel, die diese Angabe tragen, müssen mindestens eine signifikante Menge Calcium im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 enthalten.

3. Blutgerinnung: ein natürlicher Vorgang

Die Blutgerinnung (Hämostase) ist ein physiologischer Prozess, bei dem der Körper Blutungen stoppt. Dabei wirken verschiedene Gerinnungsfaktoren, Blutplättchen und weitere Bestandteile des Blutes zusammen. Es handelt sich um einen komplexen, mehrstufigen Vorgang.

Primäre Hämostase

In der ersten Phase der Blutgerinnung lagern sich Blutplättchen (Thrombozyten) an der verletzten Stelle an und bilden einen vorläufigen Verschluss.

Sekundäre Hämostase

Anschließend wird der vorläufige Verschluss durch die Aktivierung der Gerinnungskaskade verstärkt. Calcium ist einer der Faktoren, die in diesem Prozess eine Rolle spielen.

Die genauen Zusammenhänge sind Gegenstand der medizinischen Forschung. Im Rahmen dieses Leitfadens beschränken wir uns auf die von der EFSA bewertete und in der EU-Verordnung aufgeführte Angabe.

4. Calciumquellen in der Ernährung

Calcium kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor. Die folgende Übersicht zeigt einige Beispiele für Lebensmittelgruppen, die als Calciumquellen bekannt sind:

Tierische Quellen

Milch, Käse (insbesondere Hartkkäse), Joghurt und andere Milchprodukte gelten als Lebensmittel mit einem vergleichsweise hohen Calciumgehalt.

Pflanzliche Quellen

Dunkelgrünes Blattgemüse (z. B. Grünkohl, Brokkoli), bestimmte Nüsse (z. B. Mandeln) und angereicherte Pflanzendrinks enthalten ebenfalls Calcium.

Tagesbedarf

Die empfohlene tägliche Zufuhr von Calcium variiert je nach Alter und Geschlecht. Detaillierte Empfehlungen finden sich bei den zuständigen nationalen Ernährungsgesellschaften, etwa der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

5. Häufige Fragen

Darf man sagen, Calcium „reguliert“ die Blutgerinnung?

Nein. Die zugelassene Formulierung lautet: „Calcium trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei.“ Weitergehende Formulierungen wie „reguliert“, „kontrolliert“ oder „optimiert“ sind nicht durch die Verordnung gedeckt.

Ist dieser Leitfaden ein Ersatz für eine medizinische Beratung?

Nein. Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine individuelle Beratung durch medizinisches Fachpersonal.

Welche Verordnung liegt den Angaben zugrunde?

Die Angabe basiert auf der Verordnung (EU) Nr. 432/2012, die eine Liste zugelassener gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel enthält. Grundlage sind die wissenschaftlichen Gutachten der EFSA.

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Gesundheitshinweis

Die Inhalte dieses Leitfadens dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Sie ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder einer anderen qualifizierten Fachperson. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zu Ihrer Ernährung wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

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